Pressebericht über das 8. Jugend-Konzert vom 26.01.2001:

Überzeugende Jugendarbeit

Bläserschule der Stadtkapelle stellt sich im Rathaussaal vor

 

Jugend-Konzert 2001: JugendkapelleWasserburg (bua) – Wie jedes Jahr im Januar stellte die Stadtkapelle Wasserburg mit einem kleinen aber feinen Konzert die erfolgreiche Arbeit ihrer Bläserschule vor. Wie immer war der Rathaussaal angenehm gut gefüllt. Und schon fast aus Tradition hatte der Lions-Club Wasserburg wieder die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen.

So ein Jugendkonzert ist so eine einfache Sache ja nicht. Alle Mütter, Väter, Omas Tanten und sonstige taschengeldfördernde Verwandtschaft wollen zunächst „ihren“ musikalischen Familiensproß sehen – und irgendwie sicher auch hören. Da werden Videokameras und Photoapparate hochgehalten, vereinzelt auch Taschentücher geknetet oder das Programm zerknüllt. Die Auswahl der Musikstücke gerät da leicht in Gefahr, Nebensache zu werden.

Aus der Sicht von Michael Kummer, der nicht nur die musikalische Leitung des Abends hatte sondern auch noch launig und hochinformativ durch das Programm führte, ist es wichtig, dieses Konzert auch als Übungsbühne zu sehen. Trotzdem fordert er musikalische Qualität. Besonders deutlich wurde dies dort, wo in kleinen Gruppen musiziert wurde. Da scheint überhaupt der Vorteil der Bläserschule der Stadtkapelle zu sein. In relativ kurzer Zeit gemeinsam mit anderen musizieren zu können. Musik ist eben in der Gemeinschaft am schönsten! Allein schon wegen der dabei möglichen Gaudi. Und das ist auch gut so.

Einige junge Musikerinnen und Musiker sieht man gleich mehrmals auf der Bühne. Für Michael Kummer gibt es hierzu auch eine pädagogische Begründung. Nur wenn der Weg durch alle Gruppierungen vollzogen wird, erhält der Instrumentalist die Erfahrung die er braucht, um später im Erwachsenenorchester des Blasmusikvereins bestehen zu können. Das ist das Ziel, das es zu erreichen gilt. Und dies wurde gerade auch im großen Jugendorchester schon sehr deutlich, das mit großer Konzentration den Anweisungen ihres musikalischen Leiters folgte und so ihr Können und ihre erfrischende Musikalität zeigte. Auch im Anfängerorchester, angenehm unauffällig geführt von Michaela Haindl, war schon spürbar, wie aus Lampenfieber und leichter Verunsicherung musikalische Begeisterung wird. Die Namen derer aufzuzählen, die in kleinen Gruppen oder gar als Solisten den Abend gestalteten, wäre der Gefahr ausgesetzt, jemanden zu vergessen. Zudem ging es nicht um eine musikalische Beurteilung. Alleine dafür gehört schon Respekt gezollt, sich auf die Bühne zustellen um über das Publikum mit der Flöte, Klarinette, dem Saxophon, mit der Trompete oder mit was auch immer ein musikalisches Kaleidoskop auszubreiten.

Aber Ehre wem auch Ehre Gebührt. Allen jungen Bläserinnen und Bläsern ein großes Lob für einen genußvollen Abend. Den Ausbildern, dem musikalischen Leiter Michael Kummer, Michaela Haindl und den verantwortlichen der Stadtkapelle Wasserburg Lob und Anerkennung für diese Jugendarbeit als Investition in die Zukunft. Auch in die Zukunft der Gesellschaft und somit auch in die Zukunft einer sozialen Stadtentwicklung.