Stadtkapelle Wasserburg am Inn e.V.

Bericht der "Wasserburger Zeitung" vom 15.01.2003:

Harmonische Geburtstagsfeier

Stehempfang zum 50. Geburtstag der Stadtkapelle

Wasserburg (koe) - Lobende Worte, ein Geschenk, ein Rückblick und viele Gäste: Beim 50. Geburtstag der Stadtkapelle, der am Montagabend mit einem Empfang im Rathaus-Foyer gefeiert wurde, war eigentlich alles geboten, was man bei einer Geburtstagsfeier erwartet. Besonders freuten sich die Organisatoren aber, dass das Jubiläum offensichtlich auch alte Gräben ein wenig zuschütten konnte: Teilweise begegneten sich erstmals im Stadtkapellen-Rahmen auch frühere Konfliktpartner wieder.

«Gelebte Demokratie» sei das Vereinsleben mit seinen Höhen und Tiefen, mit Streitigkeiten und Machtkämpfen auch in der Stadtkapelle, meinte Andreas Burlefinger, der aus der Chronik berichtete. Er sprach dabei in rücksichtsvoller Form auch unangenehme Zeiten mit Rücktritten und Verletzungen an. Betroffene solcher Entwicklungen seit der Vereinsgründung am 13. Januar 1953 im Meyer-Bräu waren persönlich anwesend und erwiesen somit dem «Jubilar» ihre Ehre.

Das tat auch Bürgermeister Michael Kölbl, der den wichtigen kulturellen Beitrag des Orchesters für Wasserburg betonte. Es sei fast kein kulturelles Großereignis ohne die Stadtkapelle denkbar. Und auch die Jugendarbeit sei eine große Leistung und verdiene den Dank der Stadt.

In ein konkretes Geschenk setzte der Rotary-Club Wasserburg den Dank um. Aus dem Erlös des letzten Benefizkonzertes wurde ein neuer Paukensatz spendiert, so dass die Stadtkapelle nun ihren Klangkörper von zwei auf vier Pauken erweitern kann.

 Geburtstags-CD «Festival Pictures»

Der musikalische Leiter Michael Kummer, der durch den Abend führte, präsentierte am Ende die CD «Festival Pictures», die die Stadtkapelle jetzt zum Jubiläum veröffentlicht hat. Der englische Titel ist nur zum Teil auf die Suche nach einem «modernen» Image zurückzuführen, in erster Linie aber der Titel einer Komposition, die auf der CD zu hören ist.

Beim Stehempfang spielten für die Besucher ein Bläserquartett und ein Flötenduo klassische Stücke und standen dabei unter besonders kritischer Beobachtung: Vor so vielen fachkundigen Musikerkollegen dürften sie wohl nur selten spielen.

An die 50 Jahre erinnern auch Bilder aus der Vereinsgeschichte, die bis zum Jugendkonzert am 31. Januar im Rathaus-Foyer zu sehen sein werden. So mancher Besucher erkannte sich darauf wieder.